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Jukola 2018 / Bericht von Chamuel Zbinden

Jukola 2018

Die Jukolastaffel in Finnland war unser grosses Ziel, welches uns motivierte und uns in den Trainings zu Höchstleistungen anspornte. Viel wurde im Vorfeld darüber geredet, für die meisten ging es am Mittwoch vor dem Wettkampf endlich los. Rund zwei Autostunden nördlich von Helsinki mietete Anders für uns tolle Häuser gleich am See. Noch am gleichen Abend ging es zum ersten Mal in den Wald, natürlich gleich in der Nacht. Dies bedeutete aber, dass wir zum Training starteten, wenn man normalerweise schlafen geht. Und als wir wieder aus dem Wald kamen, wurde es bereits wieder hell. In den nächsten zwei Tagen absolvierten wir einige relevante Trainings rund um das Wettkampfgebiet. Auffallend sind die tiefen Senken, mit dem Negativ-Relief kann man sich gut orientieren. Die unterschiedlich dichte Vegetation und der ruppige Boden mit ziemlich viel Fallholz erschweren es aber sehr. Als Abschlusstraining liefen wir einen extensiven Massenstart, um das Staffelgefühl zu simulieren. Am letzten Abend sassen wir in den Staffelteams zusammen und diskutierten unsere Taktik und unsere Zielsetzung.

Für die Männer kam nun der lange Tag. Die Staffel startet erst am späten Abend, an Zeit mangelt es sicherlich nicht und trotzdem möchte man sich ohne körperliche Anstrengung möglichst Ablenken, um nicht nervös zu werden. Die Frauenstaffel Venla startet aber schon am Mittag. Während die Männer zuhause vor dem Fernsehen die Daume drückten, galt es für die Startläuferinnen Rachel Engeler und Merline Roth ernst. Ganz knapp ausserhalb der ersten 100 von 1500 (!) kam Rachel zurück. Schlussendlich klassierte sich das erste Team mit den weiteren Läuferinnen Anais Cattin, Roxy Zehtabchiund Schlussläuferin Katja Gygax auf dem super 127. Rang. Das zweite Team mit Merline Roth, Karina Weber, Steffi Lombriser und der kurzfristig eingesprungenen Johanna Purrerbeendeten die Staffel auf dem 538. Rang. Alle waren nach dem Lauf glücklich über das tolle Rennen und die Stimmung.

Die Jukola-Staffel startet erst bei Sonnenuntergang um 23:00. Mit Jannis Schönleber und Timon Schweizer eröffneten zwei sehr erprobte Startläufer, die Nervosität ist aber trotzdem bei den Läufern und den anderen Staffelläufern enorm. Bei dem ersten Fernsehposten rutschte aber allen das Herz in die Hose. Timon (zweites Team) kommt an einer super Position vorbei, von Jannis wird aber keine Zwischenzeit erfasst. Nicht in den Top-100, nicht in den Top-200…. Erste Ernüchterung macht sich breit. Doch dann wird endlich das GPS in der Fernsehübertragung gezeigt. Jannis liegt nicht nur gut im Rennen, sondern er ist im Spitzentram! Ins Ziel kommen beide in den Top-50. Nach einer super Leistung von Kaspar Hägler, der 22 Ränge gut macht und als 21. an Noah Zbinden übergibt, erlebt dieser eine schwierige Nacht. Vor allem im ersten Teil seines Laufes passieren einige grosse Fehler. Er verliert 36 Ränge. Danach folgt eine Aufholjagd auf den kurzen Tagstrecken vier und fünf. Christoph Meier läuft die elftbeste Streckenzeit, Tino Polsini überholt auch einige Teams und übergibt als 35. Die beiden Teamstars und Routiniers Anders Holmberg und Fabian Hertner erleben dann einen ganz harten Lauf. Bei zwei super Läufen wäre ein Top-20 Schlussrang noch möglich gewesen, eine Lebensmittelvergiftung macht den beiden aber das Leben schwer. Mit einer technischen Topleistung machten beide trotz starken Bauchschmerzen noch einige Ränge gut, Fäbu lief dann als 28. ins Ziel ein. Das zweite Team wurde in der Aufstellung Timon Schweizer, Sebastian Hägler, Chamuel Zbinden, Stefan Lombriser, Mathias Birrer, Roman Brogli und Raphael Skoda 96. Raphael legte einen fulminanten Schlussspurt hin, stürzte dann aber spektakulär vor den Augen aller schreienden OLV-Läufern.

Danach reisten die Meisten auf unterschiedlichen Wegen zurück in die Schweiz. Einige blieben noch für einige Tage oder sogar noch länger im Norden. Müde waren ganz sicher alle, dieses Wochenende hat Energie gebraucht, aber gibt enorm viel Motivation, im nächsten Jahr noch stärker zurückzukommen. Wir sind definitiv noch immer vom Jukolafieber infiziert!

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WRE Schweizermeisterschaft im Mitteldistanz OL (MOM) Karte: Brandhöchi

48 Mitglieder der OLV Baselland sind am Sonntag 26. August 2018 ins Zugerland gereist um sich an der Schweizermeisterschaft im Mitteldistanz zu messen.

Für 4 von Ihnen war die Reise besonders lohnenswert, da sie am Ende des Wettkampfes auf das begehrte Treppchen steigen durften.

H20: Schweizermeister: Tino Polsini

H80: Schweizermeister: Bruno Rüfenacht

D18K: Schweizermeisterin: Hannah Wirz, Vize Schweizermeisterin Chiarah Polsini

MOM 2018 SOLV

 

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WRE Schweizermeisterschaft in Langdistanz OL (LOM) Karte: Ftan

64 OL-Läuferinnen und OL-Läufer der OLV-Baselland haben sich auf die langen Routen gewagt.

1 Läufer und 2 Läuferinnen dürfen sich nun nach diesem Wettkampf jeweils Schweizermeister in ihren Kategorien nennen.

Siehe unten eingefügte Rangliste.

WRE

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WOC 2018 Langdistanz Fabian Hertner gewinnt Bronce

Fäbu hat am Ende seiner beeindruckenden OL-Karriere nochmals „zugeschlagen“

Bronce in der Langdistanz hinter dem Titelverteidiger Olav Lundanes / Norwegen und dem zweiten Ruslan Gribov / Ukraine,

somit ist Fäbu der einzige Schweizer OL-Läufer der in allen Disziplinen eine WM-Medallie gewonnen hat.

Wir von der OLV sind einmal mehr absolut begeistert und Gratulieren dir zu deinen Erfolgen an der Weltmeisterschaft in Riga / Lettland

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WOC 2018 Silber für Fabian Hertner mit der Sprint Staffel in Riga / Lettland

Das Sprint Staffel-Team der Schweiz zeigt erneut eine super Leistung und wird mit der Silbermedaille belohnt.

Mittendrin und dabei unser OLV- Läufer Fabian Hertner.

Schweden gewinnt Gold 31 Sekunden vor der Schweiz, diese kann wiederum die Dänen um 16 Sekunden distanzieren.

Startläuferin Elena Roos übergab an Florian Howald, dann übernahm Fabian Hertner auf Position 3 und konnte als „Neuling“ im

Sprintteam mit Positon 4 und 50 Sekunden an Judith Wyder übergeben. Ihr gelang es dann bis auf den zweiten Rang vorzulaufen.

Wir von der OLV sind begeistert, einfach genial, super Fäbu!!!

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EYOC 2018 mit Elio Bolliger

Die mögliche Selektion für die  Jugendeuropameisterschaft (EYOC) war für mich das grosse Ziel, welches mich seit meiner Knie-OP vor zwei Jahren motivierte, vom Spitalbett aus den langen Weg an die H-18-Spitze anzutreten. Die Selektionsläufe über Auffahrt im Tessin gelangen mir gut. Drei solide Läufe bescherten mir das begehrte EYOC-Ticket. Die EYOC fand in diesem Jahr in Bulgarien in der Host City Veliko Tarnovo statt.

Das Suisse-Team, bestehend aus vier D18, vier H18 und noch je vier D/H16_LäuferInnen, reiste am Mittwoch, 27.06.2018, per Flugzeug und Bus über Belgrad und Sofia nach Veliko Tarnovo. Am Donnerstag waren die Modelevents angesagt, welche einen kurzen Sprint am Morgen und ein Training im Wald am Nachmittag offerierten.

Mit dem Einstieg in den Bus begann am Freitag die Quarantäne für den Sprint-Wettkampf. Erstmals war für mich ersichtlich, wie viele Nationen und LäuferInnen sich hier präsentierten und auf den Start vorbereiteten.  Es wurde mir so richtig bewusst, dass ich erstmals die Schweiz an einem Wettkampf vertrete. Start des Sprint war auf einer Burganlage mit vielen Mauern von Ruinen. Herausfordernd war zu erkennen, welche Mauer-Fragmente passierbar oder eben nicht passierbar waren. Angesichts der schwierigen Ausgangslage, war ich etwas zu schnell gestartet und fand mich prompt zuerst beim vierten anstatt beim dritten Posten. Dies führte zu einem Zeitverlust von 30 Sek. Bei einer Routenwahl verlor ich ebenfalls 30 Sek., weil ich meine Route zu wenig konsequent durchgeplant hatte. Mit diesen Ungenauigkeiten im Sprint landete ich auf dem 26 Rang von 120 Teilnehmern. Die Frauen holten in beiden Kategorien je die Silbermedaille.

In der Langdistanz lief es mir besser. Als es mir während des Laufs bewusst wurde, dass ich eigentlich gut unterwegs bin, wurde ich aus dem Flow gerissen und machte hintereinander zwei dumme Fehler. Dies führte zum 24. Schlussrang mit einem Rückstand von sechs Minuten (Siegerzeit 53 Min.). Die Sicht im Gelände war aufgrund der vielen kleinen Bäume schlecht, die Belaufbarkeit aber trotzdem gut. Die Routenwahlen waren fordernd. Abends trafen sich alle Nationen (ca. 400 LäuferInnen) zum gemeinsamen Nachtessen und anschliessender Party.

Tags darauf war Staffel-Tag. Mein Team bestand aus Manuele Ren, Tessin, auf der Startstrecke und Jonas Soldini, Romandie, auf der Schlussstrecke und mir. Manuele Ren lief ein starkes Rennen und übergab an elfter Position mit nur 1 Min 10 Sek Rückstand auf die Führung. Bis zum Überlauf lief ich zwar meist alleine, aber richtig gut und befand mich auf Position drei. Danach passierte mir ein Fehler und ich lief, noch immer allein, zum falschen Gabelungsposten. Als wäre dies nicht schon schlimm genug gewesen, lief ich nach dem richtigen Gabelungsposten zu weit links und verfehlte den zweiletzten Posten, was mich drei Minuten kostete. Ich konnte damit nur noch als siebter an Jonas übergeben. Dieser schlug sich wacker und brachte uns mit Rang fünf noch in die Diplomränge. Trotzdem war ich etwas enttäuscht über mich selber.

Alle CH-Teams ergatterten in der Staffel ein Diplom oder gewannen sogar Gold (D 16).  

Mein persönliches Fazit nach meinen ersten internationalen Wettkämpfen ist durchzogen. Einerseits ist positiv, dass ich realisieren konnte, international grundsätzlich mithalten zu können. Andererseits hätte ich gerne mit einem Exploit abgeschlossen und so noch mehr von mir gezeigt.

Elio Bolliger

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JWOC 2018 Ungarn / Text Franco Polsini / Bilder Chiara Polsini

JWOC 2018 in Ungarn

 

Fünf Wettkämpfe in sechs Tagen auf höchstem Niveau – unsere Junioren schlagen sich an den Junioren-Weltmeisterschaften in Kecskemét beachtlich.

 

Chamuel Zbinden und Tino Polsini waren die letzten Tage mit dem Schweizer Juniorenteam mitten in Ungarn unterwegs, um an den internationalen Meisterschaften ein Ausrufezeichen zu setzen. Maximal je sechs Athletinnen und Athleten pro Nation dürfen an diesem Anlass teilnehmen. Mit Athleten aus 36 Ländern sind so 158 Mädels und 173 Jungs am Start (oder zumindest angemeldet).

Wie Urs Hofer an der Jahresversammlung 2017 im «Backstage-Bericht» der JWOC im Engadin erwähnt hat, sind Junioren-Weltmeisterschaften etwas vom anstrengendsten, laufen doch alle Athleten sämtliche Wettkämpfe: Sprint, Mittel-Quali, Mittel-Final, Lang und Staffel. Im eher flachen, feincoupierten Gelände in Ungarn waren die Berglaufqualitäten der Schweizer mal nicht gefragt, hingegen waren die sehr warmen Temperaturen (30°C im Schatten) im offenen Gelände eher unangenehme Begleiter.

 

Chamuel und Tino reisten mit dem Schweizer Team am Donnerstag an und nutzen die ersten Tage für relevante Trainings vor Ort. Am Sonntag wurde der Anlass im Eventcenter mit ein paar Ansprachen und einer folkloristischen Darbietung offiziell eröffnet.

 

Am Montagmorgen startete Chamuel als zweiter Schweizer relativ früh in den Langdistanz-Wettkampf. Mit Zwischenrang Fünf erreichte er das Ziel nach knapp 80 Minuten. Kurz nach seinem Endspurt startete Tino in den Wettkampf. Er war knapp schneller und als zwischenzeitlich Siebter im Ziel. Bis das Endresultat feststand, dauerte es dann noch rund 3 Stunden.

 

Lang:               21. Rang         Tino Polsini                 79:12

  1. Rang         Chamuel Zbinden       79:28

Resultate: https://eventor.orienteering.org/Documents/Event/2304/1/Long-Distance-Official-Results

Karte: https://drive.google.com/file/d/1lta19UOEmh8TvHNkQVocSn41XoncqnEH/view

 

 

Am nächsten Tag stand der Sprint im Zentrum von Kecskemét auf dem Programm. Chamuel startete wiederum als erster der beiden Baselbieter. Mit einer Superzeit erreichte er das Ziel und wäre auf dem zweiten Zwischenrang gelandet. Leider nur «wäre», denn er hat einen Posten ausgelassen. Die Routenwahlen speziell in diesem Gebiet waren sehr knifflig.

Etwas später startete Tino zu seinem Lauf – mit diesem war er allerdings nicht ganz zufrieden und er verfehlte die Top20 wiederum knapp.

 

Sprint:             23. Rang         Tino Polsini                 16:47

Resultate: https://eventor.orienteering.org/Documents/Event/2307/1/Sprint-Official-Results

Karte: https://drive.google.com/file/d/1iOnW-yG_vxA4tFmPCmJmvT2FvX0kir06/view

 

 

Mittwoch war Ruhetag, welcher vor dem anstrengenden Restprogramm sicher genossen wurde.

Am Donnerstag liefen alle Athleten in einer Qualifikation um den begehrten Startplatz im A-Final (die je 20 Besten aus drei Heats) am Folgetag. Chamuel belegte in seinem Heat den hervorragenden 3. Platz, Tino musste etwas mehr zittern, schaffte als 18er den Cut aber ebenfalls.

Aufgrund der umgekehrten Qualirangliste musste Tino am Freitag bereits früh zum Mittel-Finallauf antreten. Ihm gelang der beste Lauf dieser Woche und er konnte sich im Ziel während längerer Zeit über seine Führung freuen. Chamuel war wieder nur ein paar Sekunden langsamer und letztlich realisierten beide doch noch ihr Top20-Resultat.

 

Mittel:              14. Rang         Tino Polsini                 33:01

  1. Rang         Chamuel Zbinden       33:51

Resultate: https://eventor.orienteering.org/Documents/Event/2316/1/Middle-Final-Official-Results

Karte: https://drive.google.com/file/d/1s9bsD4g62VeGqg8sDlPahcUUmw-Z1VxA/view?ts=5b48f1af

 

 

Für die abschliessende Staffel erhofften sich die Schweizer Herren dann noch einiges. Die erste Medaille sollte her (bis dahin gab es «nur» 2x Gold für Simona Aebersold), oder aber sicher ein Diplom.

Leider gelang aber, ausser Fabian Aebersold im Team2, niemandem ein fehlerfreier Lauf, weshalb aus dem Medaillen-/Diplom-Traum letztlich lediglich die Plätze 8 und 9 resultierten.

 

Staffel:             8. Rang           SUI2 mit Chamuel Zbinden (auf der 3. Strecke)      107:19

  1. Rang           SUI1 mit Tino Polsini (auf dem Start)                       109:48

Resultate: http://jwoc2018.hu/wp-content/uploads/2018/07/relay_offiicial_result.pdf

Karte: https://drive.google.com/file/d/1jnXIVfrk9R9PIoe2amM2BZq2WzywcBSM/view

 

 

Alles in Allem haben Chamuel und Tino in Ungarn aber gezeigt, welches Potential in ihnen steckt und dass mit ihnen auch in Zukunft zu rechnen ist. Immerhin sind beide noch ein weiteres Jahr bei den Junioren startberechtigt.

 

Die JWOC wurde am Samstagabend mit der traditionellen JWOC-Party abgeschlossen – die war und ist dann nur für die Athleten!

 

 

Live aus Kecskemét,

Franco Polsini